SandregenpfeiferNicht nur im Alltag sollte man seinem Gegenüber auf Augenhöhe begegnen, auch in der Tierfotografie führt diese Herangehensweise häufig zu wesentlich intensiveren Aufnahmen.

Vor einiger Zeit hatte ich das Glück, auf der Insel Texel diesem wenig scheuen Sandregenpfeifer zu begegnen.

Nachdem ich die ersten Aufnahmen im Kasten hatte, überkam mich das Verlangen, mich noch weiter in seine Welt hinein fühlen zu können. Um dies zu realisieren, war es allerdings nötig, dass ich mich kopfüber auf die abschüssige Böschung legte. Direkt am Wasser positionierte ich meinen Bohnensack, auf dem ich das AF-S VR 4,0/600mm abstützte.

Schnell bemerkte ich das Problem an meinem Aufbau: Da das Objektiv mit der Sonnenblende nur wenige Zentimeter über dem Wasser lag, war es mit auf der Abschüssigen Böschung nicht möglich, durch den Sucher meiner Kamera zu sehen.

Erst als ich den Winkelsucher DR-6 an meiner NIKON D300 montierte, gelang mit der Einblick auf Augenhöhe in die Welt des kleinen und überaus possierlichen Sandregenpfeifers. Ein ebenso faszinierendes wie berührendes Erlebnis, das mich völlig in seinen Bann zog. Einen kleinen Teil dieser Intimität finden vielleicht auch Sie in diesem Foto wieder.

Nach einiger Zeit des Fotografierens musste ich allerdings feststellen, dass man kopfüber abwärts auf einer nassen Böschung liegend nicht nur sehr bald zu frieren beginnt, sondern dass sich durch die Kombination mit dem Winkelsucher auch irgendwann eine gewisse Übelkeit einstellt, die meinen fotografischen Éifer schließlich ein Ende setzte.

Auch wenn Fotografieren auf Augenhöhe manchmal fordernd sein kann, ist es in der Regel doch die Mühen wert. Ich lade Sie herzlich ein, sich auch einmal hinunter zu begeben und die Welt mit anderen Augen zu sehen.

….und vergessen Sie Ihren Winkelsucher nicht.